Formel 1: Wechselt Fernando Alonso die Seiten?

Es ist schon längst kein Geheimnis mehr, dass die Ehe zwischen Fernando Alonso und Ferrari nicht mehr die große Liebesbeziehung ist, die sie einst war. Der Spanier ist enttäuscht über die schwache Performance des Autos und bei der Scuderia war man alles andere als glücklich darüber, dass sich der Spanier lauthals über das Team beschwert hatte. Als eine Form der pädagogischen Maßnahme bekam Alonso deshalb Kimi Raikkönen als neuen Kollegen für die Saison 2014 vor die Nase gesetzt. Dass der Weltmeister der Jahre 2005 und 2006 darüber alles andere als erfreut war, ist klar. Denn mit dem Finnen im Team war sein unangefochtener Nummer Eins Status hinfällig.

McLaren will Alonso

Nun mehren sich die Stimmen, die prophezeien, Alonso könnte vor dem Finnen fliehen. Der Spanier hatte bereits öffentlich mit Red Bull geflirtet, doch dort hat man abgewunken. Mit Sebastian Vettel hat das Team mit dem Bullen seinen Nummer Eins Piloten. Stattdessen hat McLaren seine Fühler ausgestreckt. Dort ist man alles andere als zufrieden mit den Leistungen von Sergio Perez. Für 2015 plant man den Angriff auf die Spitze. McLaren wird dann wieder mit Honda-Motoren an den Start gehen. Die Briten hoffen dann an die Zeiten von Senna und Prost anknüpfen zu können. Teamchef Martin Whitmarsh bezeichnete Alonso deshalb bereits als den besten Fahrer der Welt.

Alonso war bereits einmal bei McLaren

Für den Spanier wäre ein Wechsel zu McLaren eine Rückkehr zu seinem alten Team. Im Jahr 2007 fuhr er bereits für McLaren. Eigentlich war dies ein unrühmliches Kapitel sowohl in der Vita des Doppelweltmeisters sowie auch in der Geschichte des Teams. Alonso überwarf sich schnell mit dem damaligen Rookie Lews Hamilton, weil der sich nicht in die Rolle als Nummer Zwei fügen wollte. Das Team entschied damals zu Gunsten von Hamilton, weshalb der Spanier bereits nach einem Jahr wieder die Mannschaft wechselte und bei Renault anheuerte, wo er allerdings ohne jede Chance auf den Titel war, weshalb er weiter zu Ferrari zog.

Hamilton ist mittlerweile allerdings nicht mehr bei McLaren angeheuert, sondern greift für Mercedes ins Lenkrad. Die wichtigere Frage wird aber für Alonso ohnehin sein, ob er glaubt, dass McLaren den Sprung an die Spitze packen kann, denn in diesem Jahr machte das Team alles andere als einen guten Eindruck.