Die Formel 1 WM scheint entschieden

Wenn es vor dem Formel 1 Rennen in Singapur noch Zweifel daran gegeben haben sollte, wer der neue Formel 1 Weltmeister sein wird, so scheinen diese nun endgültig beseitigt. Sebastian Vettel siegte in seinem Red Bull und zeigte dabei eine beeindruckende Demonstration seiner Überlegenheit. Zeitweilig fuhr der Deutsche mehr als zwei Sekunden schneller als alle seine Konkurrenten. Dies galt auch für seinen Teamkollegen Mark Webber, der in der vorletzten Runde seinen Wagen mit brennendem Getriebe abstellen musste. Auf den Rängen zwei und drei landeten der Ferrari Pilot Fernando Alonso und sein künftiger Teamkollege Kimi Raikkönen, der noch einen Lotus steuert.

Bemerkenswert: Vettel hatte eigentlich die falsche Strategie gewählt
Vettel zeigte tatsächlich großen Sport. Sinnbild seiner Überlegenheit wurde der Umstand, dass der Deutsche eigentlich die falsche Strategie gewählt hatte. In der ersten Rennhälfte gab es eine Safety Car Phase. Anders als viele seiner Konkurrenten entschied sich Vettel dagegen, seine Reifen zu wechseln. Die beiden Mercedes trafen ebenfalls diese Entscheidung. Alonso anderseits ging in die Box. Später zeigte sich, dass dies richtig war. Alle Piloten, die nicht gewechselt hatten, mussten dafür bezahlen. Alonso konnte so sogar den zweiten Platz erobern, obwohl sein Fahrzeug eigentlich längst nicht das Niveau hatte. Einzige Ausnahme war Vettel. Der Deutsche war in dem Rennen so überlegen, dass er es sich auch leisten kann, die Strategie zu verwachsen.

Vettel deutlich enteilt
In diesem Jahr werden noch sechs Rennen gefahren. Theoretisch ist deshalb noch vieles denkbar. Praktisch gilt allerdings: Vettel ist bereits um 60 Punkte enteilt. Er könnte es sich also leisten, zwei Mal auszufallen und zuzuschauen, wie Alonso gewinnt, ohne dabei die WM Führung zu verlieren. Ähnlich klar ist das Bild bei den Teams. Red Bull ist hier inzwischen mehr als 100 Zähler vor dem zweitplatzierten Team Ferrari. Die Scuderia muss sogar eher nach hinten schauen. Denn  von dort drückt Mercedes erheblich. Die Silberpfeile liegen gerade einmal sieben Zähler hinter den Konkurrenten mit dem springenden Pferd. Für Spannung ist für den Rest der Saison also noch gesorgt. Auch wenn die einzig verbleibende Frage rund um die beiden Weltmeisterschaften wohl lautet: Es geht nur noch darum, wann Vettel und Red Bull die Titel gewinnen – und nicht mehr darum, ob.

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