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Spannung vor Belgien-GP

Die Formel 1 biegt nach der vierwöchigen Sommerpause in die heiße Phase der Saison ein. Traditionell markiert Spa-Francorchamps den Start der zweiten Saisonhälfte, in den belgischen Ardennen könnten bereits die Weichen für den restlichen Verlauf des Jahres gestellt werden.

Gelingt Vettel der Turnaround?

Im Vorjahr gelang Lewis Hamilton mit dem Sieg in Spa die Wende in der Weltmeisterschaft, schließlich setzte sich der Brite aufgrund einer sensationellen zweiten Saisonhälfte gegen Sebastian Vettel durch. Heuer stehen die Vorzeichen umgekehrt: Titelverteidiger Hamilton geht als Leader in die letzten neun Rennen, sein deutscher Kontrahent ist diesmal der Jäger. Und auch die Performance der Autos hat sich heuer gedreht. Während Mercedes im Vorjahr meist schneller war und besonders in Qualifying die Überlegenheit des Motors ausspielen konnte, hat sich das Blatt diese Saison gewendet. Ferrari hat beim eigenen Aggregat große Fortschritte gemacht, mittlerweile hat man die Silberpfeile als Klassenprimus abgelöst. Besonders in Spa und eine Woche darauf in Monza könnte sich dies auswirken, erstmals seit Beginn der Hybrid-Ära 2014 ist Mercedes auf Powerstrecken nicht der Favorit. Generell ist Ferrari auf den meisten der noch bevorstehenden Strecken zu favorisieren, denn auch kurvenreiche Kurse wie etwa Singapur oder Braslien liegen den Roten besser.

Entscheidend wird auch sein, wessen Fabrik die bessere Entwicklungsarbeit geleistet hat. Im Vorjahr war es ein Trumpf von Mercedes, dass man den anfangs launischen Boliden über den Sommer besser verstand und in der zweiten Saisonhälfte deutlich konstanter agierte. Heuer ist das Weltmeisterteam aber mehr unter Zugzwang, die Führung in beiden WM-Wertungen verdanken die Silberpfeile zu einem nicht unwesentlichen Teil dem Pech von Unvermögen von Ferrari und Vettel, die deshalb wohl als leichter Favorit in den Saison-Endspurt gehen.

Wer holt Platz vier?

Spannung verspricht auch der Kampf um Platz vier in der Konstrukteurs-WM, derzeit hat Renault die Nase vorne. Sollte es Haas gelingen, konstanter zu werden, könnten die US-Amerikaner den Franzosen noch einen heißen Kampf liefern. In Schlagdistanz liegen auch Force India und McLaren.

Honda feuert Motorenberater – Wie reagiert McLaren?

Die erste Testwoche vor der Formel 1-Saison 2017 war der Horror für McLaren Honda. Die Fahrzeuge hatte gleich mit mehreren Motorschäden zu kämpfen. Die Misere erinnerte stark an die unglücklichen Testfahrten 2015. Bei Honda hat man die Konsequenzen gezogen und sich von seinem Motorenberater Gilles Simon getrennt, der seit 2013 in dieser Rolle tätig war. In Japan möchte man nun in Ruhe die Gründe für die Motorschäden untersuchen.

Horror für McLaren

Übersetzt für McLaren bedeutet dies: Honda weiß nicht, weshalb die Motoren nicht halten. Dies dürfte das ohnehin schon schwer angeschlagene Vertrauen des britischen Rennstalls in seine japanischen Partner nicht eben fördern. In der zweiten Testwoche sollen die Motoren bereits mit den Spezifikationen für den Großen Preis von Australien getestet werden. Bei McLaren befürchtet man, dass man die Power-Einheiten drosseln muss, damit sie in Down Under die Renndistanz durchstehen. Inzwischen denkt man längst nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand darüber nach, sich von Honda zu trennen. Bislang folgte eine Enttäuschung nach der nächsten aus der Partnerschaft.

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Djokovic verliert Finale der US Open

Den Traum des Golden Slams musste Novak Djokovic schon in Wimbledon aufgeben. Es folgte eine weitere Enttäuschung bei den Olympischen Spielen. Und auch das letzte Major des Jahres konnte die Nummer eins der Welt nicht gewinnen. Der Serbe unterlag in einem Nervenkrieg Stan Wawrinka aus der Schweiz. Die Partie zog sich über vier Sätze – und im letzten wäre der spätere Champion beinahe explodiert.

Djokovics Psychotrick klappt fast

Der Serbe holte sich den ersten Satz mit 7:6. Anschließend wurde der Schweizer immer stärker. Wawrinka gewann die Durchgänge zwei und drei mit 6:4 und 7:5. Im vierten Satz ließ sich Djokovic schließlich beim Stande von 1:3 aus seiner Sicht behandeln. Zwei Blasen wurden verbunden. Verboten ist so etwas zu diesem Zeitpunkt im Spiel nicht, allerdings stark verpönnt. Wawrinka beschwerte sich lauthals und unterstellte Psycho-Tricks. Nach dem Spiel gab Djokovic selbst zu, dass der Schweizer damit nicht ganz falsch lag. Die Spielchen konnten die Nummer eins der Welt aber nicht mehr retten. Der Schützling Boris Beckers verlor den vierten Durchgang mit 3:6. Djokovic hatte die US Open verloren.

Teilt Djokovic das Schicksal von Williams?

Es ist auffällig, dass sowohl Novak Djokovic wie auch Serena Williams als die großen Dominatoren im Welttennis in das Turnier gegangen sind und bittere Enttäuschungen in der Saison erlebten. Djokovic kann noch vom Glück sagen, dass es keine Angelique Kerber auf der Herrenturnier gibt, sonst wäre er wohl auch entthront. Die Gefahr, dass ihm dies in Zukunft aber passieren könnte, ist sehr groß. Wawrinka ist jung und stark. Er hat das Potenzial, dem Serben mehr als nur gefährlich zu werden.

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Cavanis als Chancentod gegen Metz

Nach dem Abgang von Zlatan Ibrahimovic soll Edinson Cavani die Lücke schließen, die der Schwede hinterlassen hat. Der Uruguayer stand die letzten Jahre im Schatten des Top-Stürmers, erzielte in der vergangenen Saison aber dennoch 19 Tore in der Ligue 1 erzielte. Nach drei Runden und zwei Einsätzen hat Cavani in der laufenden Saison bei einem Tor. Doch es könnten deutlich mehr sein, wenn man sich ansieht, welche Chancen der 29-Jährige am 2. Spieltag gegen den FC Metz vergab.

Trotz der vielen vergebenen Chancen von Cavani fuhr PSG gegen den Aufsteiger letztlich einen souveränen 3:0-Sieg ein. Bedanken muss sich Cavani bei Lucas, Kurzawa und Gegenspieler Rivierez, der mit einem Eigentor den Schlusspunkt setzte. Am dritten Spieltag setzte es für PSG dann eine unerwartete Niederlage gegen den AS Monaco: beim 1:3 konnte Cavani zwar seine Torsperre brechen, der Treffer reichte aber dennoch nicht zum Punktgewinn.

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Ibrahimovic trifft und trifft und trifft…

Nachdem Zlatan Ibrahimovic bereits in seinem ersten Testspiel für United getroffen hatte, legte er in den ersten drei Pflichtspielen für die Red Devils nach. Im Community Shield versetzte der Schwede Leicester City mit dem 2:1 kurz vor Schluss den Todesstoß und auch in den ersten beiden Spielen war der streitbare Superstar zur Stelle. Beim 3:1 gegen Bournemouth am ersten Spieltag der Premier League steuerte Ibrakadabra den Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 bei.

Im zweiten Spiel, dem ersten Heimspiel für Ibrahimovic, schoss der 34-Jährige Gegner Southampton im Alleingang aus dem Stadion. Nach 36 Minuten war der Exzentriker nach Flanke von Wayne Rooney per Kopf zur Stelle und verwandelte das Old Trafford in ein Tollhaus.

Nach der Pause legte der Schwede nach und erhöhte vom Punkt auf 2:0. Den Elfmeter zuvor herausgeholt hatte Luke Shaw, der nach langer Verletzungspause wieder zum Stammpersonal zählt. Nach dem Spiel bekam Ibrahimovic für seine zwei Treffer die Auszeichnung für den Mann des Spiels überreicht. Übrigens: trotz drei Toren führt Ibrahimovic die die Torschützenliste der Premier League nicht alleine an. Denn auch Sergio Agüero hat bereits drei Mal getroffen.

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Community Shield United – Leicester Highlights

Jose Mourinho kam, sah und siegte! Der exzentrische Portugiese hat gleich in seinem ersten Pflichtspiel als United-Trainer seinen ersten Titel geholt. Im Spiel um den Community Shield, das jährlich zwischen dem englischen Meister und dem Sieger des FA-Cups stattfindet, setzte sich Manchester United gegen Leicester City knapp mit 2:1 durch.

Die Red Devils gingen nach einem starken Sololauf von Youngster Jesse Lingard nach rund dreißig Minuten mit 1:0 in Führung und brachten den Vorsprung auch in die Pause. Im zweiten Durchgang nützte Jamie Vardy einen katastrophalen Schnitzer von Marouane Fellaini zum Ausgleich. Als viele schon mit der Verlängerung im Wembley-Stadium rechneten, schlug Zlatan Ibrahimovic zu. Per Kopf erzielte der Schwede das 2:1 und ließ die United-Fans jubeln.

Bei Manchester standen mit Zlatan Ibrahimovic und Eric Bailly zwei der drei Neuzugänge in der Startformation, lediglich der Ex-Dortmunder Henrikh Mkhitaryan musste sich zu Beginn mit dem Platz auf der Bank zufrieden geben. Nicht im Kader standen unter anderem Bastian Schweinsteiger, Memphis Depay und auch Matteo Darmian.

Ein weiterer Neuzugang wird in den nächsten Stunden vorgestellt werden. Paul Pogba absolviert am Montag den Medizincheck und wird für rund 130 Millionen Euro von Juventus Turin nach England wechseln. Vor vier Jahren verließ er United für eine Ausbildungsentschädigung – kein schlechtes Geschäft für die Italiener.

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Ibrahimovic trifft bei United-Debüt

Für Paris Saint-Germain erzielte Zlatan Ibrahimovic in der abgelaufenen Saison in 31 Spielen in der Ligue 1 unglaubliche 38 Tore. Dazu kommen noch fünf Buden in der Champions League und sieben im Coupe de France. Nebenbei legte der Schwede auch noch 19 Tore auf – ein unfassbarer Wert.

Nach seinem Aufsehen erregendem Transfer zu Manchester United scheint der Top-Stürmer dort weiterzumachen, wo er in Paris aufgehört hat: mit dem Toreschießen. Gleich in seinem ersten Spiel – wenngleich nur ein Testmatch – traf Ibrahimovic für die Red Devils. Und wie gewohnt auf spektakuläre Art und Weise. Bereits nach drei Minuten war der Schwede im Testspiel gegen Galatasaray zur Stelle und traf per Seitfallzieher zum 1:0.

Der englische Rekordmeister, der seit diesem Sommer von Jose Mourinho trainiert wird, gewann das Spiel gegen den türkischen Spitzenverein letztlich mit 5:2. Obwohl die Türken zwischenzeitlich 2:1 führten kamen die Engländer dank Toren von Wayne Rooney (2), Marouane Fellaini und Juan Mata zu einem klaren Sieg.

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Portugal-Fan tröstet Franzosen

Freude auf der einen Seite, Leid auf der anderen. Wie bei jedem Finale gab es nach Ablauf der – diesmal 120 Minuten – beim Endspiel um den Europameister-Titel jubelnde und trauernde Fans. Auf der Gewinnerseite befanden sich am vergangenen Sonntag und auch noch weit in den Montag hinein, die portugiesischen Fans, die ihren überraschenden Triumph feierten und gar nicht fassen konnten.

Vielen Franzosen, deren Mannschaft im Endspiel als klarer Favorit galt, war die Enttäuschung nach dem Spiel anzusehen. Ein Video in dem ein junger Portugal-Fan versucht, einen weinenden französischen Anhänger zu trösten, geht nun um die Welt und berührt die Massen.

Portugal hat die beiden mittlerweile offiziell zu einer Reise ins Land des Europameisters eingeladen. Der junge Bub ist schon identifiziert – er heißt Mathis und wanderte mit seinen Eltern von Portugal nach Frankreich aus. Nach dem französischen Fan wird noch gesucht. Eine Reise nach Portugal wird er sich aber – trotz der bitteren Niederlage – nicht entgehen lassen.

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Island & Fans erobern Europa

Nun ist der Sensationslauf gestoppt. Nachdem die Isländer in der Gruppenphase ungeschlagen blieben und hinter Ungarn aber noch vor Portugal und Österreich in Gruppe F auf dem zweiten Platz landeten, schlugen sie ihm Achtelfinale überraschend England mit 2:1. Im Viertelfinale war für Island dann Endstation. Gegen Frankreich gerieten die Wikinger früh in Rückstand und lagen zur Pause 0:4 zurück. Dank zweier Tore in der zweiten Hälfte wurde es noch ein halbwegs versöhnlicher Abend für das Team, das sich mit einem 2:5 aus dem Turnier verabschiedete.

Neben den isländischen Kickern, die bei allen fünf Spielen mit der selben Aufstellung spielten, haben vor allem auch die Fans die Herzen Europas im Sturm erobert. Bis zu 30.000 Anhänger unterstützten ihre Mannschaft in den EM Stadien. Zum Vergleich: Island hat rund 330.000 Einwohner. Besonders beeindruckend war dabei der spezielle Anfeuerungsruf der Fans. Aber seht selbst.

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Shaqiri mit unfassbarem Fallrückzieher-Tor gegen Polen

Wie oft wurde Xherdan Shaqiri von den Schweizer Medien zuletzt kritisiert? In der Vorrunde blieb der Kraftwürfel blass, stellte sich aber in den Dienst der Mannschaft und rackerte bis zum Umfallen. Im Achtelfinale gegen Polen sorgte Shaqiri den für einen magischen Moment als er beim Stand von 1:0 für den Gegner 16 Meter vor dem Tor hochstieg und die Kugel per Fallrückzieher und via Innenstange im Netz versenkte. Für Tormann Lukas Fabianszki unhaltbar.

Das Traumtor sorgte in der Schweiz für Jubelstürme und ließ sämtliche Kritiker sofort verstummen. Dennoch sollte es am Ende nicht reichen; im Elfmeterschießen schied die Nati aus, obwohl Xherdan Shaqiri seinen Elfmeter souverän verwandelte. Nur Granit Xhaka scheiterte vom Punkt.

Sein Tor war in diesem Moment nur ein schwacher Trost für Shaqiri, der nach dem Spiel ebenso enttäuscht über das Aus war, wie seine Teamkollegen. Sein Tor wird allerdings lange in Erinnerung bleiben als eines der Highlights der Europameisterschaft. Und sicherlich auch von einigen Medien zum schönsten Tor der Endrunde gewählt werden.

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