Federer erneut im Melbourne-Endspiel

Titelverteidiger Roger Federer steht auch 2018 im Finale der Australian Open und peilt seinen 20. Grand Slam-Erfolg an. Gegner des Schweizers ist der Kroate Marin Cilic, wodurch es zu einer Neuauflage des letztjährigen Wimbledon-Endspiels kommt.

Spaziergang gegen Chung 

Für „FedEx“ erwies sich das Halbfinale gegen den südkoreanischen Überraschungsmann Heyon Chung als leichte Prüfung, da der 21-jährige mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte und beim Stand von 6:1 5:2 für Federer w.o. geben musste. Während für Thiem-Bezwinger Chung der Traum von der großen Sensation jäh platzte, hat Federer die Chance, durch seinen 6. Melbourne-Triumph mit den Rekordhaltern Roy Emerson und Novak Djokovic gleichzuziehen. Unmittelbar nach dem Sieg bewies der schweizer Superstar wiedereinmal Größe und war voll des Lobes für den unterlegenen Chung, den er als „zukünftigen Top 10-Spieler“ bezeichnete. Von Anfang an dominierte Federer die Partie, der Finaleinzug war zu keiner Zeit gefährdet.

Mit Marin Cilic steht dem 36-jährige im Endspiel wohl ein größerer Brocken bevor. Der Kroate präsentierte sich über das gesamte Turnier sehr stark und hatte auch im Halbfinale keine Probleme, gegen den Briten Kyle Edmund siegte er in drei Sätzen. Im direkten Duell hat Federer die Nase jedoch 8:1 vorne, weshalb die Nummer eins der Welt als klarer Favorit ins Match geht.

Dritter Grand Slam-Erfolg für Österreich?

Im Damenfinale geht es sowohl für Simona Halep als auch Caroline Wozniacki um den ersten Major-Titel. Die Dänin könnte mit einem Sieg außerdem Halep als Nummer eins der Welt ablösen und damit erstmals seit 2011 an der Spitze der WTA-Rangliste stehen. 

Spannung ist auch aus österreichischer Sicht garantiert. Oliver Marach kämpft mit seinem kroatischen Partner Mate Pavic um seinen ersten Grand Slam-Triumph, gegen das kolumbianische Duo Cabal/Farah gelten die beiden als Favoriten. Für Österreich wäre es nach Thomas Musters Sieg im Einzelbewerb der French Open 1995 und Jürgen Melzer Doppelerfolg in Wimbledon 2011 der dritte Major-Titel der Geschichte.